Gesund bleiben im herausfordernden Arbeitsalltag
Ergonomieberatung in der Zentralküche
Pohlheim - „Arbeit macht krank“ – ein Zitat, das heute nicht mehr angemessen scheint. Trotzdem wissen wir alle, dass Arbeiten anstrengend sein kann, sowohl körperlich als auch für die Psyche. Einseitige Bewegungen, Überlastung und Arbeitsabläufe, die man sich falsch angewöhnt hat, können tatsächlich krank machen.
Nun sind wir alle oft blind, was unsere eigenen Fehler angeht. Deshalb ist es gut, wenn jemand von außen berät.
In der Zentralküche der LiLo Küchenbetriebe der Lebenshilfe Gießen in Garbenteich konnten wir im August mit Unterstützung der AOK eine Expertin für Ergonomie einladen. Ergonomie hat zum Ziel, Arbeitsplätze so zu gestalten, dass sie zu den Menschen passen. Da wir aber alle unterschiedlich sind, ist das nicht immer einfach und man muss häufig einen Mittelweg suchen, z. B. wenn eine sehr große und eine eher kleine Kollegin an einem Arbeitsplatz arbeiten (s. Bild).
Gegen Verspannungen und Schmerzen können oft schon kleine Dinge helfen. Bei der im obigen Bild gezeigten Tätigkeit kann man sich beim Herausnehmen der Nudeln mit den Beinen oder dem Becken an die Wanne anlehnen und dadurch die Lendenwirbel entlasten. Auch Ausgleichsbewegungen, die man zwischendurch oder in einer bewegten Pause einbauen kann, nehmen den Druck von besonders beanspruchten Körperstellen. Dies wurde direkt in der Gruppe geübt und die von der AOK bereitgestellten Therabänder können dabei unterstützen.
Zur Stärkung des Rückens organisiert die Lebenshilfe außerdem Wirbelsäulentraining in ihren Einrichtungen.
Vielen Dank an Annika Loos für die fachkundige und praxisnahe Beratung!
(Text: Christiane Esser (Gesundheitsbeauftragte der Lebenshilfe Gießen)
