Fragen und Antworten zu Corona - Corona-FAQs (Stand 16. November 2021)

Die Corona-Pandemie ist für alle eine noch nie erlebte Herausforderung.

Die häufig gestellten Fragen (FAQs) fassen die aktuellen Bestimmungen zusammen und berücksichtigen Fragen, die uns von Mitarbeiter*innen und Personal gestellt werden. Sie werden ständig aktualisiert. Die Oberthemen haben wir für Sie alphabetisch sortiert.

Corona-FAQs

Die Familien-Beratungsstelle berät Menschen mit Behinderung, wie sie ihre gesundheitliche Versorgung im medizinischen Notfall planen können. Das ist gerade jetzt in der Corona-Zeit besonders wichtig.

Dafür gibt es das neue Projekt „Behandlung im Voraus Planen“.

Die Familien-Beratungsstelle schreibt gemeinsam mit Ihnen und Ihren Angehörigen Ihre persönlichen Wünsche auf. Hier wird besprochen: wie Sie medizinisch versorgt werden wollen, von wem und wo Sie gepflegt werden wollen, und wer sich um Sie kümmern soll. Ihre Wünsche werden in einer Patienten-Verfügung oder Vertreter-Dokumentation aufgeschrieben.
Dadurch wissen im Notfall alle Beteiligten, auch die gesetzlichen Vertreter*innen, was zu tun ist.
Petra Wagner und Stefan Lind von der Familienberatungsstelle unterstützen Sie gerne!
Telefon: 06 41 - 9 72 10 55 420 und E-Mail: bvp@lebenshilfe-giessen.de

Die Familienberatungsstelle bietet Unterstützung

Die Corona-Pandemie bringt uns alle in eine Ausnahme-Situation. Viele Menschen sind erkrankt und haben Angst um ihre Gesundheit und um ihre Angehörigen. Auch in der Lebenshilfe leiden Personen, die wir kennen, unter schweren Krankheitsverläufen. Für Familienangehörige, Mitbewohner*innen und Betreuer*innen ist das oft tragisch und schwer auszuhalten.In dieser schwierigen Zeit können Gespräche mit anderen Menschen sehr hilfreich sein. Zu uns können Menschen mit Behinderung und deren Angehörige, Personal sowie Betreuer*innen Kontakt aufnehmen:

Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung
Siemensstraße 6
35394 Gießen
Telefon: 06 41 - 9 72 10 55 210
E-Mail: familienberatung@lebenshilfe-giessen.de

Die COVID-19-Erkrankung von Mitarbeiter*innen in unseren Einrichtungen kann als Berufskrankheit anerkannt werden.

Grundsätzlich müssen hierfür drei Voraussetzungen vorliegen:

  • Kontakt mit SARS-CoV-2-infizierten Personen im Rahmen der beruflichen Tätigkeit im Gesundheitswesen und
  • relevante Krankheitserscheinungen, wie zum Beispiel Fieber oder Husten, und
  • positiver Nachweis des Virus durch einen PCR-Test

Sollten Sie positiv getestet worden sein und Krankheitssymptome haben, sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt auf einen möglichen beruflichen Zusammenhang an. Ihr Arzt und wir als Ihr Arbeitgeber zeigen den Verdacht auf eine Berufskrankheit gegenüber dem zuständigen Träger der gesetzlichen Unfallversicherung (BGW) an.

Was muss ich bei Besprechungen beachten?

Besprechungen sollen möglichst online stattfinden. Dazu wird bei der Lebenshilfe Gießen das Tool „Microsoft Teams“ genutzt. Alle Leitungskräfte haben bereits einen Zugang erhalten, mit dem sie Besprechungen planen können. Für die Durchführung und Teilnahme reicht der mit der Einladung zugesandte Link, sodass Besprechungen auch ohne die Anwesenheit des Organisators stattfinden können. Wir bitten darum, Besprechungen in Präsenz auf dringend notwendige Zusammentreffen zu reduzieren. Die Einhaltung der Abstandsregel und die Maskenpflicht müssen dabei gewährleistet werden. Kolleg*innen mit Erkältungssymptomen sind aufgefordert, auf die Teilnahme zu verzichten und sich im Nachgang über das Protokoll zu informieren.

Was ist bei der Durchführung von Präsenz-Besprechungen zu beachten?

Maskenpflicht:Der Mund-Nasen-Schutz muss während der Besprechung durchgehend getragen werden. Davon ausgenommen ist nur die/der Referent*in, wenn der Abstand von 1,5 Metern nur nächsten Person eingehalten werden kann.

Lüften:Während der Besprechung sollte der Raum alle 20-30 Minuten für 5-10 Minuten belüftet werden.

Testpflicht
Alle Teilnehmer*innen an einer Besprechung in Präsenz müssen sich vorher testen lassen. Das gilt auch für Geimpfte und Genesene. Wir wissen, dass man erkranken und das Virus übertragen kann, obwohl man geimpft oder genesen ist. Deshalb wollen wir durch die Testung einen möglichst hohen Schutz der Teilnehmer*innen erreichen.

Dokumentation zwecks Nachverfolgung: Der/die Verantwortliche für die Besprechung ist für die Bereitstellung einer ausreichenden Zahl von Dokumentationsbögen verantwortlich. Diese finden Sie unter:http://intranet.lebenshilfe-giessen.de/assets/includes/sendtext.cfm/aus.5/key.31054 (Hinweis: Dieses Formular können Sie nur von intern abrufen.)

Von jedem*jeder Teilnehmer*in ist ein Bogen auszufüllen, damit im Falle einer Infektion die Kontakte schnell nachverfolgt werden können. Für Kugelschreiber sollte bitte jede*r selbst sorgen und nicht weitergeben.

Desinfektion:Nach jeder Besprechung werden Stühle und Tische von der Hauswirtschaft desinfiziert.

Wo kann ich einen Besprechungsraum buchen?

Unter diesem link finden Sie im Intranet Räume, die Sie buchen können: http://intranet.lebenshilfe-giessen.de/content/resrent/index.cfm/reskind.1/secid.17

Was ist bei der Buchung von Räumen zu beachten?

Bei allen Zusammentreffen ist ein entsprechend großer Raum zu wählen. Die genaue Anzahl der möglichen Personen für den jeweiligen Raum ist im Buchungsportal im Intranet angegeben.

Kann ich einen Schnelltest bei der Lebenshilfe machen lassen?

Das Hessische Sozialministerium hat das Testkonzept der Lebenshilfe für die Anwendung der sogenannten Schnelltests (PoC-Antigen-Tests) genehmigt. In dem Konzept steht, wer wann und wo getestet wird.
Die Bundesregierung ermöglicht die Schnell-Tests für die Wohnstätten, Werkstätten, das Unterstützte Wohnen und die Ambulanten Hilfen. Die Landesregierung ermöglicht die Schnell-Tests für Schulen und Kitas.

In diesem Rahmen dürfen nur Personen getestet werden, die keine Symptome einer Infektion mit dem Covid-19-Virus aufweisen. Sobald Symptome auftreten, dürfen Tests nur noch durch Ärzte oder das Gesundheitsamt bzw. Testcenter durchgeführt werden.
Wir empfehlen allen Beschäftigten, sich mindestens einmal pro Woche und wenn möglich zweimal pro Woche testen zu lassen, auch wenn Sie geimpft oder genesen sind. Wenn in Ihrer Einrichtung kein regelmäßiges Testangebot besteht, können Sie sich einen Laientest von Ihrer Leitung geben lassen und sich selbst testen. Das ist nicht ganz so sicher wie die Schnelltests, aber besser, als gar kein Test.

Ab wann gibt es Schnelltests?

Anlasslose Schnelltests:
In den Bereichen, die oben genannt sind, werden regelmäßig Reihentestungen mit Antigen-Schnelltests angeboten. Die Organisation liegt bei den Leitungen. Wie oft die Schnelltests angeboten werden, ist im Testkonzept festgelegt.

Anlassbezogene Schnelltests:
Schnelltests werden auch in vielen Einrichtungen durchgeführt, wenn bekannt ist, dass ein Bewohner, Mitarbeiter oder Personal Kontakt zu jemandem hatte, der positiv getestet wurde, oder selbst ein positives Testergebnis bekommen hat. Damit können Personen identifiziert werden, deren Corona-Infektion vorher nicht bekannt war.

Testpflicht für Nichtgeimpfte beim Personal

Seit 11.11.2021 gilt für unser Personal, das nicht geimpft oder genesen ist:

Sie müssen sich zweimal in der Woche testen lassen oder selbst testen, wenn Sie:

  • regelmäßig direkten Kontakt zu Kunden haben oder
  • in Kindertagesstätten oder der Kindertagespflege arbeiten oder
  • in Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen arbeiten.

Wenn Sie in einer Schule arbeiten, müssen Sie sich dreimal in der Woche testen lassen oder selbst testen. Sie müssen aufschreiben, wann Sie sich getestet haben und was das Ergebnis war. Diese Dokumentation müssen Sie 2 Wochen lang aufheben.

Wie sicher sind Schnelltests?

Schnelltests sind nur bei Menschen positiv, die viele Corona-Viren in sich tragen. Der PCR-Test kann auch bei wenigen Corona-Viren positiv sein. Mit den Schnelltests können wir Menschen finden, die sich mit Corona angesteckt haben und keine Symptome haben. Dann können wir verhindern, dass andere Menschen angesteckt werden.

Aber: Man kann auch bei einem negativen Schnelltest an Corona erkranken.

Wer darf die Schnelltests durchführen?

Die Tests dürfen nach durch fachkundiges Personal durchgeführt werden, das vorher durch eine Ärztin oder einen Arzt in der Anwendung geschult wurde. In der Lebenshilfe Gießen wurden insgesamt 75 Personen geschult. Jetzt gibt es in fast allen Wohnstätten und allen Werkstätten Personen, die die Tests durchführen können.

Was passiert nach einem positiven Testergebnis?

Sie müssen umgehend das Gesundheitsamt informieren. Das können Sie über diese Seite machen: https://corona.lkgi.de/formulare/selbstisolierung-positivem-antigentest oder Sie senden eine E-Mail an diese Adresse: corona@lkgi.de.
Sie sind verpflichtet, unverzüglich einen PCR-Test machen zu lassen. Dafür kontaktieren Sie bitte Ihren Hausarzt oder den Ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116117)

Wenn der PCR-Test negativ ist und dem Gesundheitsamt vorliegt, ist Ihre Absonderung beendet.

Wenn der PCR-Test positiv ist, entscheidet das Gesundheitsamt, wie lange Ihre Absonderung dauert.

Wie verhalte ich mich nach einem negativen Testergebnis?

Bitte denken Sie daran, dass ein Schnelltest immer nur eine Momentaufnahme ist. Für ein positives Testergebnis ist eine Mindestmenge an Viren-Material erforderlich. Manchmal sind zu wenig Viren vorhanden, weil Sie sich erst vor Kurzem angesteckt haben. Dann ist der Test heute negativ, kann aber in einigen Tagen positiv sein. Halten Sie sich deshalb weiter an die Hygieneregeln, halten Sie die Abstände ein, tragen Sie Masken und meiden Sie Kontakte. Achten Sie bei sich auf Krankheitssymptome wie Fieber, Husten, Verlust des Geschmacksinns usw. Sollten diese Symptome auftreten, sprechen Sie mit einem Arzt.

Müssen Personen, die schon corona-positiv waren, weiterhin getestet werden?

Wir wissen inzwischen, dass auch Geimpfte oder Genesene erkranken und andere Personen anstecken können, obwohl sie vielleicht selbst keine Symptome haben. Deshalb sollten sich auch diese Personen regelmäßig testen lassen.

Was wissen wir über die Corona –Mutationen?
Mutation bedeutet, dass das Virus sich verändert hat.
Zurzeit erforschen die Wissenschaftler*innen die neuen Formen des Corona-Virus.
Man kann sich leichter damit anstecken.

Es gibt auch gute Nachrichten:

  • Die Corona Regeln schützen auch vor den neuen Mutationen: Abstand, Masken, Hygiene, Lüften.
  • Die Impf-Stoffe wirken auch gegen die Mutationen. Das haben neue Untersuchungen herausgefunden. Allerdings hält dieser Schutz wahrscheinlich bei manchen Menschen nur 6 Monate. Deshalb sollte man sich 6 Monate nach der zweiten Impfung ein drittes Mal impfen lassen.

Im Oktober, November und Dezember 2021 finden die Dritt-Impfungen in den Wohnstätten, Werkstätten und Tagesförderstätten statt. Diese Einrichtungen werden dafür von mobilen Impfteams aufgesucht.

Dritt-Impfung für Personen, die bisher mit Moderna geimpft wurden

Personen, die jünger als 30 Jahre alt sind, sollten sich mit dem Impfstoff von BioNTech impfen lassen.
Personen, die älter als 30 Jahre alt sind, sollten die dritte Impfung auch mit Moderna machen lassen. Die mobilen Impfteams können den Impfstoff von Moderna nicht verwenden. Dieser Impfstoff hat hohe Ansprüche an die Lagerung und muss besonders kühl gelagert werden. Sie müssen dafür einen Termin bei der Impfambulanz oder ihrem Hausarzt machen.

Impfungen im Landkries Gießen

Impfungen gegen Corona bieten im Landkreis Gießen vor allem die Hausärzte an. Aber es gibt auch die Möglichkeit, einen Termin bei der Impf-Ambulanz des DRK zu vereinbaren: Watzenborner Straße 8, 35394 Gießen.
Unter diesem Link können Sie Termine bei der Impf-Ambulanz ausmachen:
https://corona.lkgi.de/impfen/impfungen-vor-ort
Außerdem gibt es noch einen Impfbus, der im Landkreis unterwegs ist. Um sich im Impfbus impfen zu lassen, müssen Sie keinen Termin ausmachen. Unter diesem Link sehen Sie den Fahrplan des Impfbusses:
https://corona.lkgi.de/impfbus

Gibt es eine Impf-Pflicht?

Es besteht aktuell keine Impfpflicht. Die Lebenshilfe Gießen kann und wird keine Impf-Pflicht erlassen. Das kann nur der Gesetzgeber. Wenn Sie sich nicht impfen lassen, entstehen Ihnen keine arbeits-rechtlichen Nachteile.
Auch für Mitarbeiter:innen entstehen keine Nachteile in der Betreuung bei der Lebenshilfe Gießen.
Aber: Wir empfehlen Ihnen, sich impfen zu lassen.

Impfen und Arbeitszeit

Wenn Ihr Impf-Termin während Ihrer Arbeitszeit stattfindet, dann gilt das nicht als Fehlzeit, da die Termine derzeit nicht frei wählbar sind. Termine außerhalb Ihrer Arbeitszeit können aber nicht als Arbeitszeit/Mehrarbeit/Überstunde geltend gemacht werden.

Impfung von Menschen, die schon Corona hatten

Menschen, die mit Corona infiziert waren, haben bereits Antikörper gebildet. Das schützt vor der Krankheit wie die erste Impfung. Deshalb werden diese Menschen nur einmal geimpft. Danach sind sie genauso gut geschützt wie nicht-infizierte Menschen nach zwei Impfungen.
Manchmal reagieren Menschen kurz nach einer Krankheit sehr stark auf eine Impfung. Deshalb werden infizierte Menschen erst 6 Monate nach der Infektion geimpft. Dann hat der Körper Zeit, sich zu erholen.

Zusätzliche Kinderkrankheitstage für Arbeitnehmer*innen

Für gesetzlich versicherte Eltern erhöht sich bis zum 31.03.2022 der Anspruch auf Kinderkrankengeld pro Kind und Elternteil von nunmehr 20 auf 30 Tage Kinderkrankengeld, bei mehreren Kindern auf maximal 65 Tage. Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch von 30 auf 60 Tage pro Kind, bei mehreren Kindern maximal 130 Tage.

Der Anspruch besteht auch, wenn ein Kind zu Hause betreut werden muss, weil Schulen oder KiTas geschlossen sind, die Präsenzpflicht in der Schule aufgehoben oder der Zugang zum Betreuungsangebot der KiTa eingeschränkt wurde.

Sie können Kinderkrankengeld bei Ihrer Krankenkasse beantragen, wenn:

  • Sie berufstätig sind.
  • Sie selbst und ihr Kind gesetzlich versichert sind.
  • Es im Haushalt keine andere Person gibt, die das Kind betreuen kann.
  • Sie eine ärztliche Bescheinigung über die Erkrankung oder eine Bescheinigung der Schule / KiTa über die Schließung haben.

Diese Ausweitung der bereits im Januar 2021 veränderten Regelung gilt rückwirkend ab 23. April 2021. Abwesenheiten müssen Sie vorher mit Ihrer Leitung absprechen.

Die genaue Regelung finden Sie in unseren FAQs und unter https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/2021/1-quartal/anspruch-auf-kinderkrankengeld.html

Wer im letzten Jahr mindestens 410 Euro Kurzarbeitergeld erhalten hat, ist zur Abgabe einer Steuererklärung in diesem Jahr verpflichtet. Diese muss bis zum 31. Oktober beim Finanzamt eingehen.
Kurzarbeitergeld ist eine Lohnersatzleistung und für sich genommen steuerfrei. Da das Kurzarbeitergeld aber dem Progressionsvorbehalt unterliegt, muss dieses dennoch in der Steuererklärung angegeben werden. Das bedeutet, die erhaltenen Leistungen werden an sich nicht versteuert, aber sie werden zum Gesamteinkommen des jeweiligen Jahres addiert.
Sollten Sie Unterstützung bei der Erstellung und Abgabe Ihrer Lohnsteuererklärung benötigen, müssten Sie einen Lohnsteuerhilfeverein oder einen Steuerberater hinzuziehen. Die Kosten hierfür können wir leider nicht übernehmen.

Wie oft und wie lange müssen Räume gelüftet werden?

Häufigeres und längeres Lüften kann die Virenmenge in der Luft reduzieren. Deshalb sollten Büro- und Besprechungsräume alle 20–30 Minuten für 5-10 Minuten gelüftet werden (Stoßlüftung). Die Nutzung von Ventilatoren und Heizlüftern darf nur in Einzelbüros erfolgen (Gefahr der Verteilung der Aerosole im Raum).

Welche Masken gibt es?

  • Mund-Nasen-Bedeckung (Community-Maske): häufig Stoffmasken, in stationären und teilstationären Einrichtungen nicht ausreichend; schützt eher das Gegenüber
  • Mund-Nasen-Schutz (OP-Maske): kann je nach Belastung den ganzen Tag über getragen werden, sollte bei Durchfeuchtung gewechselt werden; schützt eher das Gegenüber
  • FFP2-Maske: Kann je nach Belastung den ganzen Tag über getragen werden; sollte bei Durchfeuchtung gewechselt werden; schützt das Gegenüber und sich selbst

Hier finden Sie weitere Infos vom Institut für Arbeitsschutz der Gesetzlichen Unfallversicherung zur Unterscheidung und Schutzwirkung verschiedener Masken

Maskenpflicht

Wenn mehrere Personen in einem Raum arbeiten, muss durch Lüftung und Abtrennungen zwischen den Personen ein Schutz gewährleistet sein. Wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann oder bei den Tätigkeiten mit einem erhöhten Aerosol-Ausstoß zu rechnen ist, muss der Arbeitgeber medizinische Gesichtsmasken (OP-Masken oder FFP2-Masken), bzw. vergleichbare Masken zur Verfügung stellen. Diese Masken müssen von den Beschäftigten getragen werden.

Welche Ausnahmen von der Maskenpflicht gibt es?

Das Absetzen des Mund-Nasen-Schutzes ist nur am Arbeitsplatz gestattet, wenn es sich um Einzelbüros handelt oder ein anderer Schutz (z. B. Trennwand) vorhanden ist.

Beschäftigte, die körperlich anstrengende Tätigkeiten ausüben, können die Betriebsstätte kurzzeitig für „Verschnaufpausen“ ohne Maske verlassen.

Mitarbeiter*innen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder einer Behinderung keinen MNS tragen können, sind von diesen Regelungen ausgenommen. Sie sind verpflichtet, ihre Leitung entsprechend zu informieren, damit alternative Schutzmaßnahmen geprüft und umgesetzt werden können.

Für Personen, die einer Risikogruppe angehören, können ebenfalls nach Rücksprache mit der Leitung weitreichendere Schutzmaßnahmen umgesetzt werden.

In Kindertagesstätten gilt zur Zeit keine generelle Maskenpflicht. Liegen in der Kindertagesstätte Infektionen mit dem Corona-Virus vor, kann eine Maskenpflicht angeordnet werden.

Welche Maske trage ich bei gesichtsfernen Tätigkeiten (Abstand mind. 1,5 m)?

  • Mund-Nasen-Schutz: bei kürzeren Tätigkeiten oder guter Lüftungssituation
  • FFP2-Maske: bei längeren Tätigkeiten oder schlechter Lüftungssituation, wenn die andere Person keinen MNS trägt.

Welche Maske trage ich bei gesichtsnahen Tätigkeiten (Abstand weniger als 1,5 m)?

  • Mund-Nasen-Schutz: ausreichend, wenn die andere Person auch einen MNS trägt
  • FFP2-Maske: wenn die andere Person keinen MNS trägt oder bei längeren Tätigkeiten oder bei schlechter Lüftungssituation

Beispiele für Situationen, in denen FFP2-Masken empfohlen werden:

  • Pflegerische Tätigkeiten nahe am Menschen (Unterschreiten des Mindestabstands, Umgang mit Körperflüssigkeiten, insbesondere, wenn der Gegenüber keine Maske trägt)
  • Tätigkeiten mit kleineren Kindern, die keine Maske tragen und bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann

Die Einrichtungen legen selbst anhand dieser Empfehlungen fest, bei welchen Tätigkeiten eine FFP2-Maske getragen werden soll.
Wichtiger Hinweis: Das Tragen von FFP2-Masken kann in den Einrichtungen auch ganz oder für bestimmte Betreuungssituationen (z.B. Pflegesituationen in den Wohnstätten) angewiesen werden. Diesen Anweisungen ist zu folgen.

Was muss ich beim Tragen einer FFP2-Maske beachten?

FFP2-Masken schützen nur, wenn sie gut sitzen und dicht anliegen. Dadurch haben sie aber auch einen erhöhten Atemwiderstand, der belastet.

Daher beträgt die maximale Tragzeit von FFP2-Masken ohne Ausatemventil 75 Minuten mit anschließender Mindesterholungsdauer von 30 Minuten.

Tätigkeiten mit und ohne Maske sollten im Wechsel geplant und durchgeführt werden.

Wichtig: Die Tragedauer ist immer abhängig von der Art der Tätigkeit, der Umgebung (Temperatur, Feuchte, Wärmestrahlung) und der Bekleidung (z. B. schwere Schutzkleidung).

Auch das muss in den Einrichtungen individuell festgelegt werden. Wenden Sie sich dazu an Ihre Einrichtungsleitung.

Wie trage ich FFP2-Masken richtig?

Achten Sie darauf, dass die FFP2-Maske dicht an Kinn, Nase und Wangen anliegt. Damit das gelingt, sollten Männer glattrasierte Wangen haben. An der Außenseite der Maske können Viren sitzen. Deswegen: Fassen Sie die Maske beim Anziehen und Ausziehen nur an den Bändern an!

Wenn die Maske feucht geworden ist, schützt sie nicht mehr. Sie muss dann gewechselt werden. Wenn man die Maske nur kurz getragen hat (und sie nicht durchfeuchtet ist), kann man sie lüften und nochmal verwenden.

Ausführliche Infos zur Wiederverwendung von FFP2-Masken finden Sie hier:
https://www.fh-muenster.de/gesundheit/forschung/forschungsprojekte/moeglichkeiten-und-grenzen-der-eigenverantwortlichen-wiederverwendung-von-ffp2-masken-im-privatgebrauch/index.php

Woher bekomme ich die Masken?

Alle Masken werden über die Leitungen bei der Gesundheitsbeauftragten Frau Esser angefordert, die sich um die Bestellungen und die Lagerhaltung kümmert.

Kontakt: Christiane Esser, c.esser@lebenshilfe-giessen.de, Tel. 06404-804230.

Darf ich meine Klient*innen im Auto mitnehmen?

Bei Mitnahme von Klienten im (privaten) PKW sollten die notwendigen Hygienestandards eingehalten werden. Optimal sollte zwischen dem Fahrer und der mitzunehmenden Person ein Abstand von 1,50 Meter bestehen, in vielen Autos ist das zwischen Fahrersitz und rechtem Sitz auf der Rückbank machbar. Der*die Klient*in sollte einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn dies für ihn*sie möglich ist. Auch als Autofahrer*in ist das Tragen von MNS möglich, sofern die wichtigen Gesichtszüge erkennbar sind.

Sind die wichtigen Gesichtszüge unter der Maske nicht erkennbar, begeht man eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von 60 EUR behaftet ist. Natürlich ist das Lüften des Fahrzeuges empfohlen, zumindest vorher und nachher, ggf. ist auch eine Flächendesinfektion ratsam.

Mehrere Personen sollten nicht in einem PKW mitgenommen werden. Wichtig: Hier kann es einrichtungsbezogene klare Vorgaben geben, z.B. dass max. 1 Person mitgenommen werden darf. Diese Vorgaben sind zu beachten.

Wenn der Verdacht einer COVID-19-Infektion vorliegt, könnte ein Transport zum behandelnden Arzt oder Testcenter notwendig werden. Hier muss im Einzelfall entschieden werden.

Darf ich von zu Hause aus mobil arbeiten?

In Rücksprache mit Ihrem jeweiligen Vorgesetzten können Sie einen mobilen Zugang zum Netzwerk erhalten. Aufgrund der besonderen Situation ist dies auch mit privaten Endgeräten möglich, sofern ein aktuelles Betriebssystem mit Updates und Virenschutz installiert ist und Sie die Möglichkeit haben, einen separaten Zugang zu nutzen. Bitte sehen Sie davon ab, einen Familien-PC mit ungeprüfter Softwaresammlung dafür einzusetzen. Sollte ein mobiler Zugang für Sie in Frage kommen, wird Ihr Vorgesetzter diesen für Sie anfordern.

Die Quarantäne heißt jetzt Selbst-Isolation. Manchmal wird die Quarantäne auch „Absonderung“ genannt. So steht es in der Coronaschutz-Verordnung.

Positiver Schnell-/Selbsttest bei der Lebenshilfe Gießen:

Sie müssen sich sofort in Selbst-Isolation begeben und einen PCR-Test machen lassen. Außerdem müssen die Leitung oder die Tester*innen das Testergebnis an das Gesundheitsamt melden.

Positiver Schnell-/Selbsttest außerhalb der Lebenshilfe:

Sie müssen sich sofort in Selbst-Isolation begeben. Melden Sie sich über folgenden Link beim Gesundheits·amt: https://corona.lkgi.de/formulare/selbstisolierung-positivem-antigentest. Außerdem muss sofort ein PCR-Test durchgeführt werden. Dies ist möglich bei Ihrem Hausarzt oder beim ärztlichen Bereitschaftdienst: Telefon 116117.

Sie hatten Kontakt zu einer positiv getesteten Person?

Wenn Sie Kontaktperson sind, aber selbst nicht positiv getestet wurden, dann gilt:
Geimpft / Genesen ohne Symptome:
Es ist keine Selbst·isolation nötig. Der*die Beschäftigte kann weiter seiner*ihrer Tätigkeit nachgehen.

Nicht-Geimpft / Nicht-Genesen ohne Symptome:

Sie müssen sich für 10 Tage in Quarantäne begeben. Die Quarantäne kann vorzeitig beendet werden, wenn Sie

  • nach 5 Tagen keine Symptome und einen negativen PCR-Test haben oder
  • nach 7 Tagen keine Symptome und einen negativen Schnelltest haben. Hier gilt der Selbsttest nicht!

Geimpft / Genesen mit Symptomen und Nicht Geimpft / nicht Genesen mit Symptomen:

Isolieren Sie sich von anderen Menschen. Lassen Sie beim Hausarzt oder dem ärztlichen Bereitschaftsdienst einen PCR-Test machen. Sie müssen bis zum Ergebnis des PCR Tests in Selbst-Isolation bleiben. Wenn Sie sich mit Corona angesteckt haben, müssen Sie in Quarantäne bleiben. Das Gesundheitsamt sagt Ihnen, wie lange die Quarantäne dauert.

Nachweis über Quarantäne oder Betretungsverbot

Bitte denken Sie daran, dass Sie die Personalabteilung umgehend darüber informieren, wenn Sie in Quarantäne müssen. Ihre Sachbearbeiter in der Personalabteilung stehen Ihnen für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Was ist ein Betretungsverbot? Wann wird es verhängt?

Alle Besucherinnen und Besucher in unseren Einrichtungen, in denen Menschen mit Behinderung betreut oder untergebracht sind oder arbeiten (Wohnstätten, Tagesförderstätten, Werkstätten), müssen nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind (3G-Regel).
Wenn Sie oder ein Angehöriger Ihres Hausstands Krankheitssymptome für Covid19 aufweisen (insbesondere Fieber, trockenen Husten, Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns), dürfen Sie unsere Einrichtungen (Wohnstätten, Werkstätten, Tagesförderstätten, Kindertagesstätten, Schulen) nicht betreten. Dies gilt nicht, wenn Sie geimpft oder genesen sind oder wenn Sie ein negatives Testergebnis vorweisen können. Wir bitten Sie aber trotzdem, auch in diesen Fällen unsere Einrichtungen nicht zu betreten.
Das Betretungsverbot gilt auch, wenn ein Angehöriger Ihres Hausstands aufgrund einer möglichen oder nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 unter Quarantäne ist.
Gemeinsam mit Ihrer Leitung schauen Sie, welche Aufgaben von zu Hause oder einem anderen Arbeitsplatz erledigt werden können.

Quarantäne und Urlaub

Muss man sich während des Urlaubs in Quarantäne begeben, so gilt:

Der Urlaub kann nur gutgeschrieben werden, wenn für diese Zeit auch eine ärztliche Krankmeldung für Sie vorliegt. Wenn Sie als Kontaktperson 1 vorsorglich in Quarantäne müssen, dann gelten Sie nach dem Gesetz nicht als krank. Deswegen kann Ihr Urlaub auch nicht auf einen späteren Zeitpunkt übertragen werden.
Dies ist eine gesetzliche Regelung, auf die wir leider keinen Einfluss haben.

Kein Entschädigungsanspruch für nicht geimpftes Personal

Ab 1. November 2021 gilt für nicht geimpfte Personen beim Personal:
Sie bekommen im Falle einer Quarantäne oder eines Tätigkeitsverbots keine Entschädigung für das ausgefallene Entgelt. Es gibt dafür nur eine Ausnahme: wenn Sie Ihre Tätigkeit vollständig im Home-Office ausüben können.
Der Grund für diese Regelung ist, dass vollständig geimpfte Personen grundsätzlich nicht mehr in Quarantäne müssen. Es müssen nur noch die Kontaktpersonen und Reiserückkehrer in Quarantäne, die nicht vollständig gegen Corona geimpft sind, obwohl für sie eine Schutzimpfung seit mehr als acht Wochen öffentlich empfohlen wurde.

Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden konnten und als Kontaktperson in Quarantäne müssen, erhalten eine Entschädigungsleistung. Dafür müssen Sie ein ärztliches Attest vorlegen.

Welche Schutzmaßnahmen werden für Mitarbeiter*innen der Risikogruppen angeboten?

Wenn Sie einer Risikogruppe angehören, können Sie sich von Linda Hauk (Personalleitung) und Christiane Esser (Gesundheitsbeauftragte) individuell beraten lassen. Im Gespräch klären wir, welche Maßnahmen getroffen werden können, um Sie vor den Gefahren einer Ansteckung zu schützen. Kontakt: c.esser@lebenshilfe-giessen.de, Telefon: 06404/804-230

Warum bleiben die Einrichtungen der Lebenshilfe – im Gegensatz zum Frühjahr 2020 – geöffnet?

Unsere Werkstätten bleiben gemäß der landeseinheitlichen Regelung geöffnet. Für Menschen mit Behinderung sind bestimmte Rituale, Lebens- und Arbeitsrhythmen eine wichtige Basis für ihre seelische Gesundheit. Die wollen wir soweit wie möglich gewährleisten.

Woher bekomme ich die persönliche Schutzausrüstung?

Die persönliche Schutzausrüstung wird über die Leitungen bei Frau Esser angefordert. Zurzeit sind alle Artikel auf Lager bzw. kurzfristig bestellbar. Sollte die individuelle Gefährdungsbeurteilung einen Bedarf an zusätzlichen Artikeln nach sich ziehen, werden auch diese zentral bestellt.

Schutzausrüstung (nach überstandener Covid-19-Infektion)

Auch nach einer überstandenen Covid-19-Infektion ist unser Personal verpflichtet, während der Dienste persönliche Schutzausrüstung zu tragen. Hintergrund: Auch Genesene können das Virus weiterverbreiten, zudem ist eine überstandene Infektion keine Garantie für Immunität.

Unsere Betriebsärztin Frau Dr. Sicha weist darauf hin: Schwangere Frauen und Personen aus Risikogruppen sollen bitte nicht in Sprechstunde kommen, sondern sich direkt per mail oder Telefon melden. Das geht schneller, die Gefährdungsbeurteilung kann schneller auf den Weg gebracht werden.

Wöchentliche Sprechstunde der Geschäftsführung

Im wöchentlichen Wechsel stehen Linda Hauk, Ursel Seifert und Dirk Oßwald immer montags von 16-18 Uhr für Ihre Fragen zur Verfügung. Hier können Fragen zu Corona, aber auch zu anderen Themen, gestellt werden.

Telefon: 06404/804-778

Hinweis

Unsere FAQ’s werden laufend aktualisiert. Bitte prüfen Sie bei weiteren Fragen auch die Homepage des Gesundheitsamtes Gießen sowie des Landkreises Gießen.

Gesundheitsamt Gießen

Landkreis Gießen