Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei der Lebenshilfe Gießen

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind Teil der sozialen Verantwortung der Lebenshilfe Gießen. Die Folgen des Klimawandels sind auch in Mittelhessen spürbar: Hitzeperioden, Trockenheit und Starkregen betreffen viele Menschen – besonders aber diejenigen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Deshalb gehören Inklusion und Klimaschutz für die Lebenshilfe Gießen zusammen.

Im Rahmen eines Klimaschutzkonzepts hat die Lebenshilfe Gießen ihren Energieverbrauch und ihre CO₂-Emissionen analysiert und Handlungsfelder für eine nachhaltige Entwicklung definiert. Ziel ist es, Ressourcen verantwortungsvoll zu nutzen, Emissionen zu senken und die Einrichtungen langfristig zukunftsfähig aufzustellen.

Schwerpunkte

  • Energieeffiziente Gebäude, moderne Wärmeversorgung und der Ausbau erneuerbarer Energien
  • Nachhaltige Mobilität und der Ausbau der Ladeinfrastruktur
  • Ressourcenschonung, nachhaltige Beschaffung sowie ein bewusster Umgang mit Energie, Wasser und Materialien
  • Anpassung an die Folgen des Klimawandels durch Begrünung, Hitzeschutz und klimaresiliente Flächen
  • Nachhaltige Arbeitsprozesse sowie die Beteiligung von Mitarbeitenden, Menschen mit Behinderung, Angehörigen und Partnern

Was bereits umgesetzt wird

Bereits heute setzt die Lebenshilfe Gießen zahlreiche Maßnahmen im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit um. Dazu gehören energetische Sanierungen, Photovoltaikanlagen, LED-Beleuchtung, der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge sowie Verbesserungen bei Beschaffung, Verpackungen und Abfalltrennung.

Ein weiterer Schritt ist die Einführung eines systematischen Energiemanagementsystems. Damit werden Energieverbräuche noch gezielter erfasst, bewertet und kontinuierlich verbessert. Grundlage dafür ist auch die Energiepolitik der Lebenshilfe Gießen.

Energiepolitik der Lebenshilfe Gießen

Als gemeinnütziger Träger mit vielfältigen Angeboten für Menschen mit Behinderung trägt die Lebenshilfe Gießen soziale und ökologische Verantwortung. Ein bewusster und effizienter Umgang mit Energie und Ressourcen gehört für uns zu nachhaltigem Handeln. Deshalb wollen wir unseren Energieverbrauch und die damit verbundenen Umweltauswirkungen kontinuierlich reduzieren und so einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten.

Dafür streben wir die Einführung und anschließende Weiterentwicklung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001:2018 an. Im Rahmen unserer Energiepolitik verpflichten wir uns zu folgenden Grundsätzen:

Wir verbessern unsere energiebezogene Leistung kontinuierlich. Dafür setzen wir uns Ziele, überprüfen deren Erreichung regelmäßig und entwickeln unsere Maßnahmen weiter.

Wir berücksichtigen Energieeffizienz bei relevanten Entscheidungen. Das gilt für die Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen ebenso wie für die Planung, Veränderung und den Betrieb von Gebäuden, Anlagen, Einrichtungen und Arbeitsabläufen. Dabei prüfen und nutzen wir geeignete energieeffiziente Lösungen.

Wir halten die für uns geltenden rechtlichen und weiteren Anforderungen ein, die unsere Energieeffizienz, unseren Energieeinsatz und unseren Energieverbrauch betreffen. Darüber hinaus berücksichtigen wir geeignete technische Entwicklungen und Möglichkeiten, um unseren Energieverbrauch weiter zu reduzieren.

Wir schaffen die notwendigen Voraussetzungen für ein wirksames Energiemanagement. Dazu stellen wir erforderliche Informationen und Ressourcen bereit und sorgen für klar geregelte Rollen und Zuständigkeiten.

Nachhaltiges Handeln gelingt nur gemeinsam. Deshalb informieren und qualifizieren wir Mitarbeitende und beziehen Menschen mit Behinderung sowie weitere Beteiligte dort ein, wo Veränderungen ihren Alltag betreffen. Ein offener Austausch soll dazu beitragen, gemeinsam geeignete Lösungen zu entwickeln und Energieeffizienz dauerhaft in den Strukturen und im Alltag der Lebenshilfe Gießen zu verankern.

Klimaschutz ist eine dauerhafte Aufgabe. Die Lebenshilfe Gießen verbindet Nachhaltigkeit mit sozialer Verantwortung und trägt dazu bei, die Lebensqualität der Menschen in Mittelhessen auch für kommende Generationen zu sichern.

Geförderte Klimaschutzprojekte

Verschiedene Maßnahmen der Lebenshilfe Gießen im Bereich Klima- und Umweltschutz werden durch öffentliche Förderprogramme unterstützt. Hier finden Sie Informationen zu den einzelnen Projekten.

Klimaschutzkonzept

Integriertes Klimaschutzkonzept der Lebenshilfe Gießen

Die Lebenshilfe Gießen hat im Rahmen des geförderten Projektes ein eigenes Klimaschutzkonzept für ihre rund 75 Einrichtungen und Dienste in Stadt und Landkreis Gießen erarbeitet. Verantwortlich für das Projekt war der Klimaschutzbeauftragte Thomas Gormley.

Klimaschutzkonzept herunterladen

Zusammenfassung des Klimaschutzkonzepts Kompakte Fassung · PDF, 391 KB Zusammenfassung herunterladen
Vollständiges Klimaschutzkonzept Ausführliche Fassung · PDF, 3 MB Vollständiges Konzept herunterladen

Weitere Informationen

Projekt: Integriertes Klimaschutzkonzept und Klimaschutzmanagement der Lebenshilfe Gießen e. V.

Laufzeit: 01.08.2024 – 31.07.2025

Beteiligte Partner: Z-U-G (Zukunft – Umwelt – Gesellschaft)

Förderkennzeichen: 67K22274

Ziel und Inhalt: Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen.

Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website zur Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative .

Energiemanagementsystem

Für einen nachhaltigen Einsatz von Energie: Einführung eines Energiemanagementsystems

Im Rahmen eines geförderten Projektes arbeitet die Lebenshilfe Gießen an der Einführung und anschließenden Weiterentwicklung eines Energiemanagementsystems für ihre Standorte in Stadt und Landkreis Gießen. Das Projekt ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Klimaschutz und einer nachhaltigen Ausgestaltung der Angebote.

Weitere Informationen

KSI: Implementierung eines Energiemanagements bei der Lebenshilfe Gießen e. V.

Laufzeit: 01.05.2026 – 30.04.2029

Beteiligte Partner: Z-U-G (Zukunft – Umwelt – Gesellschaft)

Förderkennzeichen: 67K31899

Ziel und Inhalt: Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen.

Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website zur Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative .

Nachhaltige Mobilität

Mit Unterstützung aus ARF und DARP: Nachhaltige Mobilität bei der Lebenshilfe Gießen

Im Rahmen des europäischen Aufbauprogramms NextGeneration EU und mit Mitteln aus der Aufbau- und Resilienzfazilität (ARF) des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans unterstützt die Lebenshilfe Gießen aktiv den Klimaschutz.

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf einer klimafreundlichen Mobilität : Durch gezielte Investitionen sorgen wir dafür, dass unsere Wege zur Arbeit und im Alltag nachhaltiger werden.

NextGeneration EU hilft den Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit Investitionen und Reformen, gestärkt aus der Coronakrise hervorzugehen. Ein zentraler Bestandteil ist die Förderung des ökologischen Wandels – und dazu gehört besonders die Unterstützung klimafreundlicher Mobilität.

Klimaanpassung der Limeswerkstatt

Klimaanpassungskonzept für die Limeswerkstatt

Im Rahmen eines geförderten Klimaanpassungsprojekts setzt die Lebenshilfe Gießen gezielte Maßnahmen zur Verbesserung des Hitzeschutzes und zur klimaresilienten Gestaltung der Limeswerkstatt um. Ziel ist es, die Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen für Menschen mit Behinderung nachhaltig zu verbessern und die Einrichtung besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen.

Geplant sind unter anderem die Begrünung von Fassadenflächen, die Pflanzung zusätzlicher Bäume auf dem Gelände sowie die Installation von außenliegenden Verschattungselementen an Fenstern. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Hitzebelastung in Gebäuden und Außenbereichen zu reduzieren und die Gesundheit sowie das Wohlbefinden der Beschäftigten langfristig zu schützen.

Weitere Informationen

Projekttitel: Umsetzung des Klimaanpassungskonzeptes der Limeswerkstatt des Lebenshilfe Gießen e. V. in Gießen

Laufzeit: 01.11.2025 – 31.10.2026

Förderkennzeichen: 67APS2132

Förderprogramm: Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in sozialen Einrichtungen (AnpaSo)

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Weitere Informationen: Bundesumweltministerium und Zukunft – Umwelt – Gesellschaft .

Kontakt

Klimaschutzmanager
Thomas Gormley
Grüninger Weg 29
35415 Pohlheim
Telefon: 06404 804-219
Klimaschutzmanagerin
Maren Neundorfer
Grüninger Weg 29
35415 Pohlheim
Telefon: 06404 804-255